„Off’s Dichte kennt ich nie verzichte!“

Zur Erinnerung an den Mundartdichter Heinrich Kraus

Heinrich Kraus

Heinrich Kraus

Kaum ein Zitat beschreibt ihn besser: den Literaten Heinrich Kraus. Ihm ist die neue Ausstellung gewidmet, die am Samstag, 21.10.2017 um 11 Uhr in der Bismarckstraße 17 eröffnet wird. Nach der Begrüßung von der Direktorin der Pfalzbibliothek und des Instituts für pfälzische Geschichte Dr. Sabine Klapp stellt Prof. Dr. Günter Scholdt, ehemaliger Leiter des Literaturarchivs Saar-Lor-Lux-Elsass, seinen Freund Heinrich Kraus vor. Ergänzend liest Dr. Dirk Walter einige Texte und Harro Salm, Vorsitzender der literarischen Gesellschaft „Melusine“, informiert kurz über Initiativen den Nachlass des Autors betreffend.

Der Saarpfälzer Kraus schrieb viele Jahrzehnte lang. Es kamen tausende von Gedichten zusammen, er schrieb Volkstheaterstücke, Hör- und Fernsehspiele, Krimis, Anekdoten, Fabeln, Kinder- und Jugendbücher und sogar Musikstücke. Er war ein Meister der Dichtkunst sowohl in Hochdeutsch als auch in Mundart. Seine Lyrik zu allen Bereichen des Lebens berührt und bewegt, ist ausdrucksstark und wirkt nicht selten mit feiner Ironie und Witz. Vielen galt er als einer der bedeutendsten Mundartautoren des deutschen Sprachraums. Davon zeugen zahlreiche Preise, darunter auch der Pfalzpreis für Literatur des Bezirksverbands Pfalz und das Bundesverdienstkreuz. Heinrich Kraus starb 2015.

In der Ausstellung kann man sich ein Bild machen von der Vielseitigkeit und Fülle seines Schaffens. Eher weniger bekannt ist, dass er auch gerne und gut musizierte und malte. So werden erstmals neben Fotos, Manuskripten, Hörproben und weiteren Dokumenten auch einige seiner Gemälde aus dem Nachlass gezeigt.

Die Ausstellung, die bis 13. Januar zu sehen ist, kann zu den üblichen Öffnungszeiten besichtigt werden. Eintritt frei.