Die Kaltmamsell und der Koch

Eine Liebe in 80 Feldpostbriefen

Ursula Simgen-Buch. Bild: privat

„Die Kaltmamsell und der Koch“ ist ein Buch, in dem Ursula Simgen-Buch 80 Feldpostbriefe zusammengetragen hat und damit die Liebe zweier Menschen im Zweiten Weltkrieg dokumentiert. Am Samstag, 19. Januar, um 11 Uhr, inszenieren in der Pfalzbibliothek die Schauspielerin Uta Eckhardt und der Schauspieler Rolf Birkholz von der Theatercompagnie Tagträumer die Feldpostbriefe von Fritz Winkler an seine Frau Hedwig (Eintritt frei). Sie schlüpfen in die Rolle des Paares und geben so dem Publikum das Gefühl,  beim Schreiben und Lesen der poetischen Briefe inmitten der Kriegswirren dabei zu sein. Währenddessen sind auf der Leinwand Fotos des Paares, Originalzeugnisse und Skizzen zu sehen. Hedwigs Nichte Ursula Simgen-Buch, Mitbetreiberin des Union-Studios für Filmkunst in  Kaiserslautern und des Provinzkinos in Enkenbach, hat diese Zeugnisse einer intensiven Beziehung bei ihrer Tante in Mehlingen entdeckt und als Buch herausgegeben.

Zwölf der rund 80 Briefe kamen ungeöffnet aus Leningrad zurück. Der 24-jährige Fritz Winkler hat sie nie gelesen. Er blieb vermisst, seine Frau hat danach nicht mehr geheiratet. Es sind Liebesbriefe, die in den Jahren zwischen 1942 und 1944 zwischen Leningrad und Wiesbaden gewechselt wurden. Feldpostbriefe eines Liebespaares, das nichts weiter ersehnte als die Möglichkeit, Zeit miteinander verbringen zu dürfen, das vom Frieden träumte und ihn doch nie gemeinsam erleben durfte. 60 Jahre lang ruhten diese Zeugnisse eines persönlichen Schicksals inmitten des Zweiten Weltkrieges unentdeckt im Haus der Tante in Mehlingen, bevor sie von Hedwigs Nichten entdeckt wurden. Das Buch kann bei der Lesung erworben werden.

Musikalisch wird Gerd Forster aktiv